Andri Stadler

Andri Stadler

Andri Stadler - Foto von Raphael Egil

«Übergang - passagi»

Unter dem Arbeitstitel «Übergang – passagi» hat Andri Stadler im eingereichten Dossier sein künstlerisches Vorhaben formuliert, das die technische Entwicklung und den Einsatz eines mobilen Ateliers (umgebauter Occasion-Kastenwagen) vorsieht. Damit möchte er sich in den kommenden Jahren intensiv mit Zuständen von Übergängen in verschiedenen Formen auseinandersetzen. Dazu gehört das Entdecken und Festhalten von landschaftlichen Übergängen – wie beispielsweise Alpenpassagen – und die dazugehörige Phänomenologie von Licht und Schatten, die sich u.a. aus dem Zusammenspiel von Tag und Nacht ergibt. Mit seiner künstlerischen Strategie versucht Andri Stadler, auf subtile Weise die Konsistenz und Tiefe des Sichtbaren auszuloten, was Fragen nach Raum und Zeit aufwirft und ein überraschendes Kippmoment zwischen Realität und Fiktion generiert.

Die ausgestellte Arbeit von Andri Stadler hat die Jury durch ihre formale Schlichtheit und thematische Vielschichtigkeit überzeugt. Er schafft es, mittels Fotografie und Video eine nachdenkliche und immersive Wahrnehmungsebene zu generieren und chromatische Übergänge sichtbar zu machen. Die Sorgfältigkeit seiner Präsentation und die Vollumfänglichkeit – neben dem Projektvorhaben ist zudem eine Ausstellung sowie eine Publikation geplant – des Vorhabens zeugen von einer Ernsthaftigkeit, welche die Jury als unterstützenswert erachtet.