Buffet für Gestaltung

Die Jury zeichnet mit der Arbeit «Bildmaterial aus eigenem Hause» aus, wie zwei Grafik Designers einen weitreichenden Ansatz überzeugend in die Welt zu bringen im Stande sind – sie schaffen für Veranstaltungen nicht nur die Flyers, sondern sie gestalten auch die Bildwelten, die während der Musik- und anderer Aufführungen mit Dias und Filmen auf Wände. Möbel und Interieurs projiziert werden. Das gestalterische Konzept ist nicht neu, Multimedia ist seit Jahren ein faszinierendes Medium. Unter anderen hat ja Hans-Rudolf Lutz seinerzeit mit Unknownmix dieses Medium brillant gebraucht. Das Buffet für Gestaltung legt mit seiner Installation eine handwerklich-technisch überzeugende Arbeit vor – alles funktioniert, ist sorgfältig komponiert und passgenau eingerichtet. Die Arbeit atmet froh und munter den Zeitgeist, sie wirft ihn nur mit Bildern aus Archiven des Hauses auf die Wand und sie kann die zweidimensionalen Zeichen zu dreidimensionaler Wirkung bringen. Stockzahnlächelnd freut sich die Jury, dass neben Beamern und andern modernen Maschinen der altvertraute Klang des Dia-Karussells Musik in den Raum bringt. Die Preisträger sagen, sie wollen sich mit dem Preisgeld eine «kreative Auszeit zur Entwicklung neuer gestalterischer Sprachen und Arbeitstechniken» leisten. Die Jury spendet Applaus und weiss, dass dieses Anliegen den zwei Designern Früchte bringen wird.