Chantal Romani

Chantal Romani (*1971), Zürich, beobachtet und analysiert präzise Ausschnitte des Alltags. In ihrer Arbeit «Via» zeigt sie neun Videoscreens, die auf der Wand installiert sind. Fünf junge Menschen, die zum Warten gezwungen sind, werden vier kontemplativen, bewegten Landschaftsbildern gegenübergestellt. Diese verweisen auf die Zeit und Raum, ein Meereshorizont, ein Himmel, fallende Wassertropfen und Züge, welche von Zeit zu Zeit die Stille durchbrausen. Die Jury hat die dichte Bildkomposition und die feine Tonregie überzeugt. Weist uns diese Arbeit auf eine bestimmte Lebenserfahrung hin, auf einen Horizont, dem man sich annähert, aber den man nie wirklich erreicht? Eine Metapher des Lebens?