Christoph Fischer

Christoph Fischer überrascht mit einem kriminologisch kreativen Potenzial und einer Akribie, die ihresgleichen sucht. In seinem Buchprojekt macht Fischer den «Teufelskreisel» Kreuzstutz in Luzern zum Gegenstand einer riesigen Recherche und dokumentiert dabei eine aussergewöhnliche Beobachtungs- und Visualisierungsgabe, mit der er den Zustand der städtischen Gesellschaft einleuchtend sichtbar macht. Die liebevolle Boshaftigkeit, mit der er seine nächste Umgebung analysiert, macht sein Werk zu einer komplexen soziologischen Studie des alltäglichen Wahnsinns. Die kurzen, geistreichen Texte, die seine Illustrationen begleiten, spitzen das Ganze noch einmal zu. – Die Jury wünscht sich, dass Christoph Fischer sein Projekt mit dem Werkbeitrag zügig realisieren kann.