Christoph Wachter

Christoph Wachters düstere Bilder von Gräbern auf Berliner Kirchhöfen verbinden bildtheoretische Fragestellungen auf einleuchtende Art und Weise mit den gemalten Motiven. Ins Bild gebrachte Wirklichkeit ist immer auch tote Wirklichkeit. Den Betrachtenden wird etwas vorgeführt, woran sie genausowenig teilhaben wie am Leben und Sterben für sie gänzlich unbekannter Menschen. Dem Blick auf die Gräber haftet etwas Voyeuristisches an, die Melancholie der Szenen kippt ins Sentimentale. Die Verbindung von traditioneller Malerei und aktueller bildtheoretischer Reflexion hat die Jury interessiert.