Edwin Beeler

Indem die Jury Edwin Beeler einen Werkbeitrag für die Fertigstellung seines Kinofilmprojekts «Büezer und Gramper – Bahngeschichten» zuspricht, trägt sie dem Argument Rechung, wonach ein Dokumentarfilm erst am Schneidetisch zur eigentlichen filmischen Erzählung wird. In der Eingabe legt der erfahrene Filmemacher Beeler von seinem bereits weit fortgeschrittenen Projekt überzeugendes Material für einen wertvollen Beitrag zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Kultur des öffentlichen Verkehrs in unserem Land vor. Von ausschlaggebender Bedeutung waren für die Jury ausserdem die Kompetenz und der klar deklarierte Standpunkt des Filmautors, von welchem her er seinen Gegenstand angeht: von «unten» – von der Praxis des Bahnarbeiters und der Bahnarbeiterin her, deren Kind der Antragsteller nicht nur im übertragenen Sinn, sondern im konkreten Leben als Sohn eines Bahnarbeiters und einer Bahnkantinenköchin ist. Mit der Vergabe verbindet die Jury die Hoffnung, dem Künstler dabei zu helfen, seinen persönlichen Bezug mit der öffentlichen und sozialen Relevanz seines Themas zu einem emotional farbigen Ganzen zu verbinden.