Francisco Sierra

Francisco Sierra

Francisco Sierras Werk – bekannt wurde er mit seinen Malereien an denen er über lange Zeiträume arbeitet – spielt mit viel Humor mit den Geschmackskonventionen des Betrachters. In der Ausstellung zeigt er die monumentale Malerei «Im Park» (2011), ein fotorealistisches Porträt einer rothaarigen Frau, die auf einer weissen Sitzgelegenheit sitzt. Was auf den ersten Blick als klassische Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts anmutet, entpuppt sich als Pastiche dieses Genres. Die weisse Sitzgelegenheit ist eigentlich eine weisse Merengue mit Skelettarmen, Hitlerschnäuzchen und sie liest in einem Hello-Kitty-Tagebuch mit dem Titel «Mein Kampf». Diese «surrealistischen Eingriffe» in die «realistische Malerei» zeichnen sein Werk immer wieder aus. Die Jury würdigt diese eigenständige Bildsprache – und freut sich einen Werkbeitrag für dieses kontroverse Schaffen zu sprechen.

art-tv (Video)