Graziella Berger und Helen Bösch

Das Projekt «Warteraum» von Graziella Berger und Helen Bösch wurde ausgezeichnet, weil es in überzeugender Weise die Kunstvermittlung in ein künstlerisches Projekt integriert. Indem die beiden Künstlerinnen mit unterschiedlichen Medien das Warten im Stadtraum thematisieren, bringen sie Alltag und Kunst in ein neues Verhältnis, das sowohl spannungsvoll als auch inspirierend sein kann. «Warteraum» lenkt unseren Blick auf anonyme Orte wie Bushaltestellen, denen wir kaum einen Blick gönnen, und verwandelt sie so in Orte einer künstlerischen Intervention. Gleichzeitig geht das Projekt der Frage nach, wie man mit den Mitteln der Kunst unseren Alltag erforschen und verändern kann.