Lucerne Jazz Orchestra

Lucerne Jazz Orchestra

Das Lucerne Jazz Orchestra macht seit seiner Gründung im Jahre 2007 mit einem innovativen Konzept auf sich aufmerksam. An den monatlichen Konzerten in Luzern präsentiert das Ensemble regelmässig neue Musik von jungen Komponisten aus ganz Europa und hat sich somit einen erstklassigen Ruf über die Landesgrenzen hinaus erspielt.

Nach der ersten Produktion «Don’t Walk Too Far» bei der ausschliesslich Stücke von bandinternen Komponisten aufgenommen wurden, ist unlängst die CD «Berge versetzen» als Resultat der Zusammenarbeit mit dem renommierten Schweizer Klarinettisten und Komponisten Claudio Puntin erschienen und wurde vor ausverkauften Rängen im Kultur- und Kongresszentrum Luzern getauft.

Eine Big Band überhaupt betreiben zu wollen ist an sich schon ein kühnes Unterfangen. Wenn das dann auf einem solchen Niveau abläuft wie beim Lucerne Jazz Orchestra, verdient das Unterstützung: davon will man mehr hören. Zusammen mit dem LJO bereichert Gründer und Bandleader David Grottschreiber mit unzähligen Konzerten und abwechslungsreicher und mutiger Programmation seit Herbst 2007 die Kulturlandschaft in Luzern, in der ganzen Schweiz und im benachbarten Ausland. In dieser Zeit hat sich das LJO so gut entwickelt, dass es heute auch neben etablierten Schweizer Big Bands, wie dem Swiss Jazz Orchestra oder dem Zurich Jazz Orchestra bestehen kann – nicht zuletzt auch deshalb, weil die Kompositionen und Arrangements aus der Band selber stammen und weit über das herkömmliche Big-Band Repertoire hinausgehen. Die Stücke von Bandmitgliedern und Gastkomponisten bestechen durch ihre Vielfalt, da finden sich grosse Bögen à la Maria Schneider, da finden sich Filmmusik-Klänge, da finden sich Songs und auch rockige Klänge. Nicht zuletzt unterstützt die Jury das LJO-Orchester auch deshalb gerne, weil damit die Idee von Aurel Novak mitunterstützt wird. Novak, Trompeter und Komponist für das LJO, hat sich mit seinem Projekt «Meine Grenzen – dort, wo die Welt beginnt» ebenfalls für einen Werkbeitrag beworben und war mit diesem Projekt, einer geplanten Ko-Produktion mit dem LJO, mit Tanz und Visuals, in den Diskussionen lange vorne mit dabei. Und genau das zeigt: Eine Big Band ist immer auch eine wertvolle Kernzelle für eine Szene, daraus entwickeln sich potenziell weitere Projekte.