Robi Müller und Bernard Weber

Die beiden Filmemacher haben ihr gemeinsames Dokumentarfilmprojekt mit dem Arbeitstitel «Verschlagen» eingereicht. Es handelt sich bei «Verschlagen» um eine Langzeitbeobachtung von zwei gewalttätigen Jugendlichen. Entstanden sind zwei Porträts von «Problem-Jugendlichen». Robi Müller und Bernard Weber haben eine aufwändige Methode gewählt, die der Langzeitstudie, die Ausdauer und Beharrlichkeit verlangt, mit dem Resultat, dass die Porträtierten in ihrer alltäglichen Lebenswelt in einer möglichst grossen Nähe und aus einer von den Filmschaffenden hergestellten Perspektive des Vertrauens erscheinen. Gewählt haben Robi Müller und Bernard Weber mit «Jugendgewalt» ein Thema von sozialer Dringlichkeit; sie haben sich bei ihrem Unternehmen nicht gescheut, das Risiko einzugehen, welches das Moment des Experiments, des Versuchs ohne die Garantie absehbarer Resultate, in sich birgt. «Verschlagen», bereits in einer Rohschnittfassung fertig gestellt, soll noch einen Epilog erhalten, der sich nachträglich aufdrängte: Dramatische Ereignisse – ein Gewaltrückfall bei einem der Porträtierten – machten eine aktualisierte und erweiterte Fassung des Films nötig. Der gesprochene Werkbeitrag ist nicht zuletzt gedacht auch als Ermutigung zur Fertigstellung des Filmes «Verschlagen».