Sophie Stierle

Sophie Stierle

«Wie Grossvater schwimmen lernte»

  • Sophie Stierle
  • Viola Rohner

    mit: Christov Rolla, Julia Schmidt, Ingo Ospelt

Es ist der letzte Arbeitstag von Schwimmlehrerin Sophia und Hallenwart Oskar, bevor das Schwimmbad abgerissen wird. Eine letzte Gruppe Kinder kommt zum Schwimmkurs. Sophia, die früher Profischwimmerin war, erzählt von Schnelligkeit, von Zehntel-, Hundertstel-, Tausendstelsekunden. Bis die Zeit auf einmal stehen bleibt. Sophia erinnert sich. Als Kind verbrachte sie viele Nachmittage mit ihrem Grossvater. Jeden Tag unternahmen die beiden etwas – immer vielleicht zum letzten Mal. Eine Runde zum Bahnhof drehen, Grossvaters alten Freund besuchen, schwimmen gehen. Schwimmen gehen? Grossvater kann gar nicht schwimmen! Und so nimmt die Enkelin ihn an die Hand und führt ihn ins Wasser. Denn es mag viele letzte Male geben, aber warum nicht auch ein erstes Mal? Großvater lernt schnell und schwimmt eines Tages so weit in den See hinaus, dass die Kleine ihn nicht mehr sehen kann... Das Theaterstück «Wie Grossvater schwimmen lernte» (Viola Rohner), scheint wie geschrieben zu sein für den Ort «Neubad» in Luzern. Die Jury hofft, dass die Inszenierung auch an weiteren Orten gezeigt wird, in Hallenbädern, in Schulschwimmbädern oder in angepasster Form vielleicht auch im Klassenzimmer? Die Jury würdigt mit dem Beitrag aus der selektiven Förderung des Kantons Luzern ein Kinderstück auf der Höhe der Zeit. Ein Stück, das anhand der berührenden Geschichte einer Freundschaft ernste Themen wie Scheitern, Verlieren, Versagen und Tod kindgerecht beleuchtet. Der angestrebte musikalische Zugriff (Christov Rolla) sowie die gewählte Besetzung (Julia Schmidt & Ingo Ospelt) der Regisseurin Sophie Stierle überzeugen die Jury davon, dass dies ein erfüllendes Theatererlebnis werden könnte, das in Erinnerung bleibt. Bei den Kindern, aber auch bei den sie begleitenden Erwachsenen.